Ist ich's, bist er's oder bin du's?
  Startseite
  Archiv
  Wer?
  Warum?
  Poetika
  Dramatika
  Kulante Ischen
  Aktuell zu empfehlen
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Links
   Gehirnverschmutzung
   Online-Filmdatenbank
   Allmusic
   Discover The Original
   Die W-Akten
   Die Männerseiten
   Übersicht über den sexuellen Wortschatz

http://myblog.de/schwanzlurch

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Willkommen in meinem Weblog!

Ihr Fritten!
10.1.05 23:34


Werbung


Notiz:

Wenn man in Köln in der Innenstadt herumlungert und irgendwo kacken gehen will, sollte man nicht den Burger King aufsuchen gehen. Die Klos dort sind vernutzt, entbrechen einer Brille und lassen an Papierqualität zu wünschen übrig, und wie wenn das allein nicht reichen würde, wird an der Pforte schriftlich ein "Dankeschön von 50 Cent" empfohlen. Zur Erinnerung: 50 Cent sind eine Demark, und vor zehn Jahren hat man dafür beim Constatini an der Hauptstraße ein Eishörnchen mit zwei Bällchen gekriegt. Und das muß man nun hinblättern, um in einem Fastfood-Lokal scheißen zu dürfen.

Die Klos in der Mayerschen Buchhandlung hingegen (2. Stock, durchs Café) sind nicht nur sehr hygienisch und schwach frequentiert, sie delektieren den Defäzienten zusätzlich mit blauem Licht, das die fälschliche Nutzung der Aborte als Fixstube unterbinden soll.
Einziges Manko: Es ist untersagt, unbezahlte Ware mit dorthin zu nehmen.
11.1.05 18:18


An meiner Arbeitsstätte wesen Spinde an, in denen man Rucksäcke, Jacken, Weinfässer o. ä. einschließen kann, wenn man sie nicht ständig mit sich herumschleppen will. Es ist dort aber nicht gestattet, einen Spind dauerhaft für sich zu beanspruchen; vielmehr muss man beim Gehen den eben benutzten Spind räumen und sich beim nächsten Mal einen neuen suchen. Ebenfalls muss man dafür eigene Vorhängeschlösser mitbringen.
Heute konnte ich mich - wie es manchmal passiert - nicht mehr genau entsinnen, in welchem Spind ich nun just heute meine Klamotten verstaut hatte. Ich musterte der Reihe durch die Schlösser und versuchte eines zu finden, das meinem ähnlich sah. Mehr als einmal ist es mir bis zum heutigen Tage schon passiert, dass ich glaubte, mein eigenes Schloss gefunden zu haben, aber dann passte mein Schlüssel doch nicht. Heute fand ich recht schnell ein Schloss, das vom Typ her meines hätte sein können. Ich schloss auf und stand zu meiner bodenlosen Verwunderung vor einer fremden Sporttasche, die da an meiner Klamotten statt im Spind lag.

Ich lehne übersinnliche Erklärungen für derartige Phänomene ab, solange die pragmatischen Möglichkeiten nicht ausgeschöpft sind. Offenbar hatte jemand anders das gleiche Schloss wie ich. Das machte mich stutzig, denn eigentlich ist doch der Witz eines Schlosses, dass es nur der Besitzer öffnen kann, und nicht jeder andere, der zufällig ein Schloss vom gleichen Hersteller besitzt.
Dem Spindbeleger, dessen Tasche ich in ihrer Ruhe gestört hatte, legte ich eine Notiz hin, er möge sich ein neues Vorhängeschloss kaufen, und machte wieder zu.

Man meide also das dreiteilige No-Name-Messing-Vorhängeschloss-Set aus dem Bau-und-Hobby-Markt. Gerade in diesen Tagen, wo uns allen Sicherheit doch wichtiger ist als alles andere.
14.1.05 16:11


Am Wochenende war ja sehr schön Wetter; wenn man im Bett lag oder unter der Dusche stand und die Sonne währenddessen durchs Fenster schien, und man nicht sah, dass draußen die Bäume kahl und die Dächer bereift waren, hätte man glauben können, es sei Frühling und entsprechende Gefühle stellten sich ein.
Deshalb beschloss ich am Samstag Mittag, mir Gel in die Haare zu hauen, bevor ich zum Einkaufen und anschließend zu einer Probe der Splittergruppe unserer zerstrittenen Rock'n'Roll-Band fuhr. Vielleicht sah man ja beim Einkaufen eine schöne Ische, oder irgendwer hatte eine obskure Sängerin zur Probe mitgeschleppt.

Ich habe selten eigenes Gel und benutze meistens das meiner Familienmitglieder. Die Dose, die ich bis vor kurzem benutzte, war nun leer. Daneben stand eine nagelneue Tube mit violettem spermaartigem Inhalt darin, deren Etikett den "mega-starken Freeze-Effekt" des Produktes anpries. Ich besah mir, neugierig geworden, die Rückseite der Tube.
"Dieses Gel schockt dein Styling mit mega-starkem Halt", verkündete das Kleingedruckte, "Metallischer Look mit acrylartigem Glanz". Ich malte mir aus, wie meine Haare, Stahl und Plastik gleich, in der Januarsonne männlich glänzten und las nicht ohne Überraschung, was unter dem Punkt "Tipp On Top" geschrieben stand:
"Shark Look: Auch das Nackenhaar rockt! Modelliere dein Haar vom Nacken bis zur Kopfmitte zu einer Hai-Finne", postulierte die Tube, "Anschließend die Haare zusammendrücken und kräftig nach oben ziehen. Mit diesem Style stellt sich deine Finne auf Angriff ein." Und man muss Wella das Kompliment machen, dass sie zwar unglaublichen Bockmist auf die Rückseiten ihrer Geltuben schreiben und einem von der baren Lektüre der Inhaltsstoffe schlecht wird, aber das Produkt selber einer jeden Finne gebührenden Halt verleiht.

Ich wusste übrigens noch nicht, dass man den hinteren Teil eines Pseudo-Irokesen so wie die Rückenflosse eines Hais (übrigens auch die eines Delphins oder Orcas und im weitesten Sinne eigentlich auch die eines Schwertfisches) bezeichnet, und hätte auch nicht gedacht, dass der Begriff "Finne" so gebräuchlich ist. Die Tube sprach jedoch mit so großer Selbstverständlichkeit davon, dass offenbar eine Verwechslung mit den Nachbarn der Schweden, dem Gebirge oder den Bandwurmlarven ausgeschlossen ist.
Da war ich mal wieder davon überrascht, wie wenig man seine eigene Sprache kennt.
17.1.05 21:15


"Bei den fr?h verstorbenen Komponisten ist es oft so, dass das Sp?twerk wegf?llt."

(Heute geh?rt bei H. Hein)
18.1.05 20:02


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung