Ist ich's, bist er's oder bin du's?
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Gestern (also eigentlich vorgestern) war ich vom musikwissenschaftlichen Institut aus mit einigen Leidensgenossen zu Besuch bei einem Menschen, der privat seit etwa 45 Jahren Musikautomaten (Spieldosen, Leierkästen, Friktionsklaviere und dergleichen) sammelt und bereit war, Einblick in seine Kollektion zu gewähren.
Bevor er seine Objekte vorführte, empfing er unsere etwa zehnköpfige Gruppe in seinem Wohnzimmer und fragte, ob vielleicht jemand Interesse am Erwerb einer Schiffsschaukel habe. Er persönlich besitze eine dreizehn Meter breite und acht Meter hohe Schiffsschaukel, die bei ihm nur in der Lagerhalle rumstehe und er habe seine liebe Not, sie an den Mann zu bringen, da niemand mehr Platz für derartige Sammlerstücke habe. Bald sei ebay für ihn der letzte Ausweg, klagte er, und selbst da verlange ja heutzutage jeder Konsument, dass ihm die Ware für möglichst wenig Porto mit der Post zugestellt werde.
Obwohl ich mich im Augenblick seiner Erzählung innerlich köstlichst amüsierte, tat der alte Mann mir leid. Nicht weil er auf den Erlös aus dem Verkauf des Fahrgeschäfts angewiesen gewesen wäre. Aber dass er noch miterleben musste, dass sich niemand mehr für Schiffsschaukeln erwärmen kann, bedauerte ich.
1.2.05 01:40


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Ich sah gestern erstmals "Die Burg - Prominent im Kettenhemd". Ein Bekannter hatte mich am Wochende darauf aufmerksam gemacht, dass in dieser Sendung wie im Mittelalter gehaust wird, abgesehen davon, dass man dort zwischen "Pöbel" und Adel auf- und absteigen sowie um den heiligen Gral fechten kann. Und überhaupt sei das Allgemeinbildung. Ich sah das ein.
Das Konzept war mir noch aus "Big Brother" bekannt, eben nur mit dem Unterschied, dass hier Prominente für Monate zusammengesperrt werden statt harmlose Normalbürger. Ich hatte von denen aber bislang nur zwei je gesehen; zum einen Ricky und zum anderen Kader Loth waren mir als nervtötendster Moderator der Welt sowie als reizloseste Frau der gegenwärtigen Öffentlichkeit ein Begriff. Bei den anderen handelte es sich, wie ich herausgehört zu haben glaube, offenbar um abgestürzte Adelige (wie diese geile blonde Ische) und in Vergessenheit geratene Pop- und Pornosternchen. Als ich den Namen Christian Anders hörte, fiel mir entfernt ein, dass ich mal ein Lied von ihm kannte. Ich habe aber wieder vergessen, wie es geht.
Diese Leute jedenfalls gingen sich da eine Stunde lang gegenseitig auf die Nüsse, und dann war die Sendung aus.

Warum sich Leute so was angucken, kann ich nicht verstehen. Jeder halbwegs anständige Mensch hat das doch selber zu Hause.
2.2.05 23:05


Heute, Karnevalsfreitag, war ich an einem Vorstadtbahnhof und sah am Hintereingang auf dem Bürgersteig, wie sich eine Taube an eintrocknendem Erbrochenem labte, das offenbar irgendein Jeck gestern Abend oder in den frühen Morgenstunden dort hinterlassen hatte.
4.2.05 18:59


So weit, so gut, jetzt sind Ferien. Das war aber auch nötig, die Woche war nämlich verdammt hart.

Freitag, Samstag, Sonntag bei Thorsten gewesen. Dessen Eltern sind derzeit im Urlaub, daher bei ihm im Wohnzimmer gesessen und Genussmittel konsumiert.

Montag ins sogenannte "Festzelt" gegangen. Es handelt sich dabei um ein großes - wie der Name andeutet - Zelt, in dem nach Vollendung des Rosenmontagszuges sehr laut schäbige Popmusik gespielt wird und sich Menschen betrinken. Diese Menschen sind zumeist entweder sehr jung oder sehr alt.
Ich traf mich dort unter anderem mit Herbert, und er war schon voll, als ich ihm begegnete. Einer vielleicht Sechzehnjährigen im Häschenkostüm hinterherschauend begrüßte er mich mit den Worten: "Wenn ich solo wäre, dann würd' ich heute fremdficken."

Dienstag Rausch ausgeschlafen und bei Thorsten "Der große Lebowski" geguckt. Ich hatte diesen wunderbaren Film, grandiosen Schabernack, großen Hymnus an die Männlichkeit, schon ungezählte Male gesehen, aber noch nie - Schande über mich - auf englisch. Das holten wir bei dieser Gelegenheit nach.
Die Originalfassung lohnt sich natürlich immer (vor allem wegen der Nihilisten), aber an die unzähligen "fuck"s muss man sich erst mal gewöhnen, wenn man sich das wesentlich stilvollere "bekackt" verinnerlicht hat.

Mittwoch Beginn der Fastenzeit, bis Karfreitag das Rauchen aufgehört.

Heute schlussendlich tue ich nichts. Wirklich *gar* nichts.
11.2.05 16:49


Weil gestern Valentinstag war, habe ich mir abends alleine im Bett "Romeo und Julia" von Franco Zeffirelli angesehen.
Der Film ist gut, auf jeden Fall aber besser als die Popart-Kirmes von Baz Luhrmann mit Leo DiCaprio und Claire Danes.

Übrigens nennt meine Mutter den Valentinstag nicht wie alle anderen Menschen auf der Welt 'Valentinstag (mt Betonung auf dem Va), sondern Valen'tinstag (mit Betonung auf dem tins). Im Alter von vermutlich fünf Jahren hatte sie mich bei Anlass auf diesen Tag aufmerksam gemacht, und wie es der Satan wollte, war in jenem Jahr der Valentinstag just der Dientag nach Rosenmontag.
Deswegen glaubte ich als Kind, der Dienstag nach Rosenmontag heiße Wahlendienstag.
15.2.05 20:30


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