Ist ich's, bist er's oder bin du's?
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Vorgestern sah ich "Saw" (was für ein Wortwitz). Meine Liebste hatte ihn mir aus der Filmsammlung ihres Bruders ausgeliehen, weil sie meinte, so einem abseitigen Perversen wie mir würde der bestimmt gefallen.
Am Anfang sitzen zwei Leute, an Rohre gekettet, in einem schäbigen Raum und wissen nicht wie sie dorthin gekommen sind. Man will sich gerade freuen, ein mysteriöses und verstörendes Kammerspiel genießen zu dürfen, da fällt dem Autor ein, dass es vielleicht doch besser wäre, zwischendrin auch noch einen Polizei-sucht-Psycho-Horrorthriller mit allem drum und dran zu erzählen. Und dann ist alles so ähnlich, wie es seit "Sieben" immer in solchen Filmen ist. Alles ist hektisch, durchgestylt abgeleckt und unzusammenhängend inszeniert, der Zuschauer wird offenbar für so dämlich gehalten, dass man ihm den gröbsten Bockmist vorsetzen kann.
Besonders enttäuschend schlägt sich nieder, dass "Saw" zu diesen Filmen gehört, die - übrigens ein Kennzeichen schlechter Filme - man nur einmal sehen kann. Anders als bei guten Filmen (als leuchtende Beispiele unter diesem Gesichtspunkt seien mal paradigmatisch "Chinatown" oder "L.A. Confidential" hingestellt) gibt es nämlich keine logisch schlüssigen Details, die einem erst beim zweiten oder dritten Mal auffallen, sondern lediglich mit Gewalt auf "überraschend" und "unvorhersehbar" gezwungene Wendungen in der Story, wie man sie teilweise hanebüchener nicht erlebt hat - bestes Beispiel ist die völlig sinnfreie und an den Haaren herbeigezogene Schlusspointe. Diese Bluffs funktionieren einmal, weil der Zuschauer nunmal nicht hellsehen kann, und dann funktionieren sie nicht mehr, weil ihre Hirnrissigkeit danach offenbar ist. Ein Arzt kann Kunstblut nicht von echtem unterscheiden? Wo gibt's denn sowas?
Ab und zu wird man mal auf eine falsche Fährte geführt, die dann aber auch niemals später in der Handlung wieder aufgegriffen wird. Zum Erschrecken zwischendrin seltsam inszeniertes Blutvergießen (worauf z.B. "Sieben" aus Stilbewusstsein, nicht umsonst, verzichtet hat), immer schön klein portioniert und clipartig verfremdet, damit man mal kurz zusammenzuckt, aber sich niemand damit konfrontieren muss, wie krass Gewalt tatsächlich ist. Nicht mal die Ehrlichkeit besitzt "Saw", die Kamera rigoros zwei Minuten lang draufzuhalten, wenn sich der Hauptdarsteller den Fuß absägt.
2.8.05 16:26


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Leider ist in den letzten drei Wochen das Wetter nicht so trocken, warm und sonnig gewesen, obwohl Hochsommer ist. Es zieht vor, bewölkt zu sein und auch öfters mal zu fisseln und zu schiffen.
Die Leute, die sich jetzt dauernd über Wolken und Regen beklagen, sind übrigens dieselben, die vor vier Wochen immer gesagt hatten: "Hach, was ist das heiß, das kann ja kein Mensch aushalten. Können die das nicht mal was kälter machen? So ein furchtbares Wetter!"
9.8.05 17:53


Vorgestern in der Sneak Preview gewesen. Ich hatte das Vergnügen mit "Der verbotene Schlüssel", und weil das ja nun ein anscheinend als größere Nummer konzipierter Film ist, über den man schon im Vorhinein viel hört, fand ich das mal ganz interessant.
Es sind immerhin Kate Hudson, Gena Rowlands und - furchtbar verschwendet - John Hurt mit von der Partie, des weiteren brüstet sich der "modern inszenierte" (Werbeblatt) Horrorthriller mit dem Skript des "Ring"-Autors Ehren Kruger.
Zu Unrecht allerdings. Der klischeehafte Ethno-Hokuspokus um Voodoo und die Südstaaten ist gleichermaßen effektbedacht wie sinnfrei, und spätestens nach der Hälfte reißen auch die, sagen wir mal modernen Kamerawinkel und Buh-Effekte nichts mehr raus. Vollkommener Unsinn, dieser Film.
13.8.05 00:52


Und wo wir gerade bei Filmen sind, da hatte ich heute auch so ein Erlebnis; ich habe nämlich, weil mir heute ein gesichtschirurgischer Eingriff widerfuhr (ein Doktor, der mich abwechselnd duzte und siezte und das Motiv auf meinem Hawaiihemd bewunderte), den ganzen Tag nur zu Hause sitzen, Schnitzel mit Fritten intravenös zu mir nehmen können und ein wenig Filme geguckt.

Über "Wenn die Gondeln Trauer tragen" braucht man wohl kein Wort zu verlieren. Der visuell überragende Du-Maurier-Horrorthriller besticht mit seinen ausgeklügelten Bildern und seinem exquisiten Schnitt eins ums andere Mal.

Dann sah ich mir mal "Superman" mit Christopher Reeve an, weil das bislang eine Bildungslücke bei mir war. Wer sie ebenfalls hat: sie kann offen bleiben.

Schließlich lief auf Pro7, wie der Satan es so wollte, "The Watcher". Er ist nicht schlecht, er ist bloß so durchschnittlich, dass man nichts über ihn sagen kann, was man nicht auch schon über hundert andere Filme gesagt hat.
13.8.05 01:01


Als ich heute einen Froop ?ffnete, der noch bis zum 23. August haltbar sein sollte, fand sich Schimmel obenauf.

Ich prangere das an.
14.8.05 19:07





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