Ist ich's, bist er's oder bin du's?
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Ich habe die letzten zwei Monate Urlaub gemacht. Neinein, ich war nicht vielleicht auf Hawaii oder Key Largo oder den Fidschi-Inseln oder gar den Molukken. Ich war die ganze Zeit zu Hause. Ich weiß auch nicht, wie ich das erklären soll, ich hatte einfach bloß keinen Bock. Ich hatte einen Kurzfilm gedreht, Ärger mit der Bahn gehabt (welche, wie ich hier nur mal kurz umreißen will, wirklich sowas von unhöfliche, bürokratische und kundenunfreundliche Menschen im Angestelltenverhältnis führt, dass man es schon selber erleben muss, um es zu glauben), in der Sneak das Vergnügen mit dem gewiss schlechtesten Film des Jahres gehabt ("Die Daltons gegen Lucky Luke"), Musik gemacht, Drogen genommen und Sex gehabt und irgendwie hatt' ich mir da gedacht, jetzt haste schon mal Urlaub, da schreibste auch nix im Blog.
Ja, so war das.
16.10.05 15:37


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Anne Bushalte.
Eine Ische, so ungef?hr f?nfzehn, kommt mit dem Rad daher, h?lt vor der Bushalte an und will dort die Stra?e ?berqueren. Sie steht dort ungef?hr eine Minute, in der unabl?ssig entweder von links oder von rechts Autos kommen, dann sagt sie "Boah ey!" und f?hrt wieder in die Richtung, aus der sie kam.
19.10.05 22:21


Ich sah an diesem Wochenende drei Filme.

Der erste war "Die fetten Jahre sind vorbei", ein erfrischend improvisationsfreudiger deutscher junger Film über die Revolution und so, mit - in der ersten Hälfte - viel versponnenem Witz, erfreulichem Nonkonformismus und bodenständiger Gesellschaftskritik. Die Ausweitung, d. h. der Versuch, aus diesem Zeit- und Gesellschaftsportrait unbedingt eine großartige Geschichte mit Entführung und Liebesproblemchen machen zu wollen, fährt den Karren dann vergleichsweise vor die Wand. Schade, hat so gut angefangen. Reingucken lohnt sich trotzdem.

"Monster's Ball", der zweite: ein verstörend gutes Südstaatendrama über die Beziehung eines weißen Strafvollzugsbeamten zu einer schwarzen Frau; er dabei ehemaliger Wärter ihres hingerichteten Mannes. Ein frustrierend realistischer Streifen ohne Klischees, Gefühlsschmand und unnötiges Sozialgeschwafel, stark inszeniert, eine bemerkenswerte Sexszene mit Billy B. Thornton und Halle Berry. Sehr empfehlenswerter Geheimtip.

Meine Liebste bewegte mich dann schließlich dazu - da ich mich mit Trickfilmen von Disney vergleichsweise wenig auskenne - einmal "Arielle, die kleine Meerjungfrau" anzugucken. Dieser Film wurde in erster Linie für kleine Mädchen gemacht, weshalb mir gewisserweise der Zugang zu ihm fehlte. Es geht halt um die Geschichte der kleinen Meerjungfrau, die wir sicher alle von Hans Christian Andersen kennen, bloß mit aufgesetztem Happy End. Zwischendurch gibt's ein paar schön vertrippte Bilder und - für mich Höhepunkt des Films - eine Möwe, die eine Gabel als "Dingelhopper" bezeichnet.
23.10.05 23:20


Zur Zeit kann man ja regelrecht im T-Shirt unter den rot und goldgelb dahinsterbenden Bl?ttern am Swimmig Pool in der Sonne sitzen und sich seinen Herbsttee hinter die Binde kippen. Dazu der knallblaue Himmel - da k?nnte sich der ein oder andere Sommer 'ne Scheibe von abschneiden.
Dieser schwerm?tigen Jahreszeit gem?? mal ein kurzes, aber sehr sch?nes Gedicht vom alten Rilke. Bitte beachten Sie die ungew?hnlich formidable Personifizierung im dritten Vers:


HERBST

Die Bl?tter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne G?rten;
sie fallen mit verneinender Geb?rde.

Und in den N?chten f?llt die schwere Erde
Wie aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da f?llt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen H?nden h?lt.
26.10.05 20:53


Kommilitone S. (ganz platonisch) über den Dozenten Drossard:
"Mann Mann Mann, ist das ein geiler Fisch!"
27.10.05 18:24


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