Ist ich's, bist er's oder bin du's?
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Am Freitag war ich mit meiner Liebsten, letzte Besorgungen für den Urlaub zu machen, im Saturn-Markt, da blieb vor der Kasse mein Blick an Rohlingsspindeln hängen. Das kam daher, dass mein Gehirn beim zufälligen Herumgleitenlassen des Gesichtsfeldes das Wort "Sex" registriert hatte, das da auf die Spindeln geschrieben stand. Ich schaute ein zweites Mal hin, und zwar diesmal etwas genauer, da ich mir nicht erklären konnte, was Rohlinge mit Sex zu tun haben sollten; ich vermutete schon einen billigen Werbetrick, um potentielle Kunden aufmerksam zu machen.
Mein Eifer erwies sich aber als überflüssig. Man hatte die Anmerkung "52x" (Zweiundfünfzigfach) in einer solchen Schriftart gedruckt, dass die 5 aussah wir ein S, die 2 (von Weitem) wie ein e - und das x war halt, naja, ein x.
4.6.06 18:50


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Ich muss meine Zwischenprüfung ablegen. Ich stehe in einem Raum, der aussieht wie ein altes Schulzimmer, mit dunklem Holz, an einem Schreibpult, um dort meine Klausur zu verrichten. Andere Prüflinge sitzen an Bänken. Ein Doktor kommt zu mir und sagt: Machen Sie sich keine Sorgen, Sie sind doch einer unserer besten Männer. Die Klausur besteht darin, dass ich a) zu Gemälden Literatur verfassen und b) umgekehrt zu einem furchtbar schrägen Gedicht ein Bild malen muss. Neben mir steht ein großer Schubladenschrank aus dunklem Holz, daraus ziehe ich eine Mappe mit Abdrucken von Gemälden. Sie sind total expressionistisch und wirr, und ich soll dazu schreiben. Ich erinnere mich nur noch an ein Bild; es ist in Orange- und Brauntönen gehalten und zeigt zwei Samurai, die sich duellieren. Als ich meinen Blick abwende und ein zweites Mal auf das Bild sehe, ist es ein anderes, undefinierbar, in pastellen bläulich-violetter Farbgebung. Ich habe sofort ungefähre Vorstellungen davon was ich schreiben will, aber keinen Stift. Ich habe mein Schreib- und Zeichenmaterial vergessen! Nun brauche ich aber zum Schreiben und Zeichnen einen Stift und laufe panisch los, einen zu kriegen. Ich finde mich atemlos in einem Kaufhaus wieder, es ist völlig menschenleer und weiß, nur neben der Rolltreppe steht mein Vater und ruft, He, du brauchst doch Schreibmaterial! Ich schenk' dir welches!, und ich fühle mich für kurze Zeit gerettet und dankbar. Er hält mir eine Packung farbiger Straßenkreide entgegen. Das kann ich doch jetzt nicht brauchen! Verzweiflung ergreift mich, und ich laufe in namenloser Furcht davon. Ich finde mich wieder, als ich in Hast die teppichbelegten Treppen eines großen, palastartigen, aus hellem Stein erbauten Museums emporlaufe, bis ins oberste Stockwerk, vorbei an Skeletten von Tieren und paläontologischen Schautafeln. Oben angekommen laufe ich in eine große, ehrfurchtgebietend alt wirkende Halle. Es ist still. Im Boden ist eine Art Diorama eingelassen. Man muss sich das vom Prinzip her so vorstellen wie einen rundlich geformten Swimmingpool, aber recht tief und groß, nicht blau, sondern aus dunklem natürlich geformtem Schieferstein, mit einem Rand aus demselben, hoch wie bei einem Brunnen, so dass man sich darauflehnen kann, der Wasserstand ist bestimmt zwei Meter unter Bodenniveau. Im Wasser sind drei Flusspferde, die ich zunächst für präparierte Tiere halte, sich dann aber bewegen. Jetzt bemerke ich erst, wie groß dieses Steinoval tatsächlich ist, weiter hinten ist statt Wasseroberfläche sandige Erde auf dem Boden der Einlassung. Ich gehe am Rand entlang dorthin. Eines der Flusspferde bewegt sich aufs Land zu, vom Land aus kommt ihm ein Elefant entgegengestürmt, beide drohen einander. Wie ich jetzt sehe, stehen weiter hinten noch ein weiterer Elefant, ein Nashorn und eine Giraffe. Zuletzt entdecke ich an der Seite noch eine Sumpfantilope, die dort entlang schreitet, direkt dabei ein kleines Rudel Gazellen. Ich brauche aber einen Stift. Ich laufe fort, will wieder die Treppen hinunter, verheddere mich aber auf unerklärbare Weise in einem Korridor zwischen dessen Wänden, einigen Säulen und einer Museumsbesucherin. Schließlich gelingt es mir, durchs Fenster zu entkommen. Ich komme wieder zu mir und liege in einem großen, wintergartenartigen Gebäude, in dem Giraffen gehalten werden. Offensichtlich ist es ein Tierhaus in einem Zoo. Ich bin durch keine Absperrung von den Giraffen getrennt. Vor mir ist ein kleiner Teich, eine Giraffe steht darin, von mir abgewendet, und uriniert. Ich stehe auf und verlasse das Haus, entgegen kommt mir meine Kommilitonin A., die ich zwar nicht persönlich kenne (und wahrscheinlich auch eine arrogante Hure ist), aber optisch geil finde und gerne mal poppen würde. Ich ignoriere sie und bin dann wieder in einem Kaufhaus, diesmal ist viel Betrieb und die Farben sind erdig und dunkel. Ich muss pinkeln und suche das Klo, renne eine Rolltreppe hinauf und sehe eine Tür zu einem Klo. Es steht nicht KLO dort, sondern WALK THE LINE. Das Klo ist ein großer Raum, die Wände sind dunkelblau, der Boden ist ein unbestelltes Feld. Mehrere Leute beiden Geschlechts pinkeln auf die Erde. Ich kann unter diesen Umständen nicht und laufe wieder weg. Dann bin ich draußen auf der Straße, es ist bereits fast dunkel. Vor mir fährt ein Feuerwehrwagen entlang, danach überquere ich die Fahrbahn und laufe an einem Zirkus vorbei. In einer Nebenstraße ist ein kleiner Souterrainladen, über dessen Zugang eine hauptsächlich grüne, etwas blaue und ein wenig rote Neonreklame prangt. Ich gehe hocherfreut in den dämmrigen Laden hinein, zu der hellerleuchtenen Kühltheke, hinter der der Verkäufer steht. Eiscreme...

So am Sonntagmorgen geträumt.
20.6.06 00:39





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