Ist ich's, bist er's oder bin du's?
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Ab morgen

MARIE ANTOINETTE
Kirsten Dunst spielt die Königin, die das Volk Kuchen essen lassen will. Ab und zu läuft mal etwas Popmusik zur Untermalung, ansonsten und im Wesentlichen aber ein ziemlich langweiliger und kaum außergewöhnlicher Historien- bzw. Kostümfilm. Ein paar witzige Stellen gibt es immerhin.

BORAT
Sacha Baron Cohen reist als kasachischer Reporter Borat durch die USA und veräppelt vor laufender Kamera das Volk. Ein paar adäquate Stellen, meistens brachial und kaum lustig, ganz besonders überflüssig aber ist die eingesponnene Spielhandlung. Selbst die ausufernde Nacktszene rettet da nichts mehr.

HAUS DER SCHLAFENDEN SCHÖNEN
Dauerdepressiver älterer Herr wird Stammkunde in einem Bordell, wo neben narkotisierten jungen Frauen genächtigt wird (und sonst nichts). Die Langeweile, die dieser Film verbreitet, ist in Worten nicht zu beschreiben; schlimmer ist nur noch Angela Winkler als Puffmutter. Vadim Glownas Kunstgulasch irgendwo zwischen "Der Himmel über Berlin" und den Softpornos auf VOX ist ein heißer Anwärter auf den grottigsten Film des Jahres.
1.11.06 20:51


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Man sollte sich unbedingt einmal "2001: Odyssee im Weltraum" angucken - also angucken sollte man sich den sowieso unbedingt einmal, wenn möglich im größten Kino weit und breit und auf LSD - aber ich meine hier: Man sollte sich unbedingt einmal "2001" angucken, und zwar den letzten Teil, der mit der Texttafel "Jupiter und dahinter die Unendlichkeit" eingeläutet wird, den Ton ausschalten und das Stück "Echoes" von Pink Floyd eben dann starten, wenn die Jupiter-Einblendung erscheint (also so, dass das erste "Ping" von "Echoes" genau dann erklingt, wenn die Texttafel erstrahlt).
6.11.06 21:16


JAGDFIEBER
Ein voluminöser Bär und ein hyperaktiver Hirsch schlagen sich im neuesten Trickfilm von Sony Pictures durch die nordamerikanische Wildnis. Zwar teilweise nett animiert, aber im wesentlichen charmelos und platt. Unter den inzwischen häufigen Computertrickfilmen nichts erwähnenswertes mehr.

WARCHILD
Frau aus Bosnien sucht ihre Tochter, die während des Krieges als Kleinkind von einer deutschen Familie adoptiert wurde. Fängt gut und stimmungsvoll an, verläuft aber in langweiliger, klischeehafter und rührseliger Rhabarberei.

DER LETZTE ZUG
Joseph Vilsmaier nahm sich nichts geringeres vor, als einen Spielfilm über das Schicksal jüdischer Deportationsopfer im dritten Reich zu drehen. Die Darstellung der tagelangen Menschentransporte in Viehwaggons ist zwar furchtbar deprimierend - aber trotzdem noch verharmlosend; der Stoff gibt sowohl für Buch als auch Regie wenig her. Und das sieht man auch. Da fragt sich, ob man das deutsche Nationaltrauma nicht auch vielleicht inhaltlich verarbeiten könnte, anstelle "nur" zu zeigen, wie grauenhaft damals alles war. Aber vielleicht sind wir immer noch nicht so weit.
8.11.06 22:23


Gestern habe ich mal total pornographisch geschlemmt.
Nachdem es zu Mittag Spaghetti "Köhlerin" gab, aß ich den Nachmittag einen Weckmann, um mir dann zum Abendessen (nach einer vorausgeschickten Scheibe Wildpastete mit Feldsalat) Gänsebraten mit Rotkohl und Knödeln nebst Apfelfüllung einzuverleiben. Für den Abend, als bei Max in geselliger Runde Glücksspiel betrieben wurde, hatte man beschlossen, das diesjährige Lebkuchenzeitalter einzuläuten. Es wurden Bier, Glühwein und Jägertee gesoffen, dazu Schokoladenlebkuchen, Kokosmakronen und Spekulatius.
12.11.06 16:09


"Sie kennen diese Männerprojektion: Hure und Heilige. Und dann irgendwo in der Mitte - undefinierbar - die Hausfrau."

Heute gehört bei J. Zenke
16.11.06 19:00


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