Ist ich's, bist er's oder bin du's?
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BEFRAGUNG EINES KRIEGSDIENSTVERWEIGERERS (Franz-Josef Degenhardt)


Dies ist die Befragung eines Kriegsdienstverweigerers durch den liberalen und zuvorkommenden
Kammervorsitzenden.

also sie berufen sich hier pausenlos aufs grundgesetz
sagen sie mal sind Sie eigentlich kommunist
ja sie dürfen sitzen bleiben
überhaupt wir sind hier ziemlich liberal
lange haare bärte ketten ringe
ham wir alles schon gehabt
aber in die akten scheißen mögen wir hier nicht
marx und engels haben sie gelesen sagen sie und
sagen sie verstehen sie das denn
sie ham doch bloß die volksschule besucht
na nun regen sie sich nicht gleich auf
dafür können sie ja nichts
lesen dürfen sie ja was sie wollen - überhaupt
hier darf jeder machen was er will
im rahmen der freiheitlich-demokratischen
grundordnung versteht sich

ja soldat sein das will heute keiner mehr
kann ich auch verstehn
und ich selber hätte keine lust aber
gründe haben müssen wir dafür
na nun fangen sie nicht wieder an
mit imperialismus den zwei kriegen
und die alte klasse ist noch immer an der macht
und sie wollen nicht für die
kastanien aus dem feuer holen
das verstehn wir ja
mag auch alles richtig sein
interessiert uns aber nicht
das ist nämlich politik
hier interessieren nur gewissensgründe
was das ist
hört sich zwar sehr grausam an
trifft den nagel aber auf den kopf nämlich
ob sie töten können oder nicht
ja hier darf jeder machen was er will
im rahmen der freiheitlich-demokratischen
grundordnung versteht sich

also fangen wir mal an
in 'ner kirche sind sie nicht
auch nicht in 'ner anerkannten sekte
sehen sie da wirds schon schwierig mit
gewissensgründen
einen haben wir mal hier gehabt
und der machte auf buddhist
war son typ mit glatze aber
durchgekommen ist er schlaues kerlchen
also passen sie mal auf
ich werd jetzt ihr gewissen prüfen
nehmen wir mal an sie gehn spazieren
mit ihrer freundin nachts im park
plötzlich
kommt 'ne horde russen
stockbesoffen und bewaffnet halt
sagen wir 'n trupp amerikaner
schwer betrunken und bewaffnet nachts im park
machen sich an ihre freundin ran
SIE haben 'ne MP dabei
na was machen sie
was sagen sie uns da
sie verbitten sich dies beispiel
meinetwegen bitte schön
hier darf jeder machen was er will
im rahmen der freiheitlich-demokratischen
grundordnung versteht sich

schön die russen und amerikaner fallen also weg
die chinesen sicher auch
und mit negern brauch ich gar nicht erst zu kommen
lassen wir das eben
nehm' wir einfach ein paar ganz normale kriminelle
schwer betrunken und bewaffnet
nachts im park
machen sich an ihre freundin ran
SIE haben wieder die MP dabei
na was machen sie
sagen sie uns bloß jetzt nicht
sie fallen auf die knie und beten
denn mit so was kommt hier keiner durch
der marx und engels liest
was sagen sie uns da
ich red die ganze zeit von politik
das ist aber wirklich komisch
bilde einen fall
so richtig auf sie zugeschnitten
baue ihnen auch noch goldene brücken
aber sie aber
hier darf jeder machen was er will
im rahmen der freiheitlich-demokratischen
grundordnung versteht sich

so nun wolln wir aber wirklich wissen was sie tun
also noch mal
ein paar schwere jungs
schwer bewaffnet und betrunken nachts im park
machen sich an ihre freundin ran
SIE haben wieder die MP dabei
na was machen sie
was sagen sie uns da
sie wehren sich
weil sie ja in notwehr sind
ätsch
das ist aber falsch
durften sie nicht sagen
richtig ist die antwort nämlich die
ich werfe meine waffe fort
und dann bitte ich die herrn
mit der vergewaltigung doch bitte aufzuhörn
was sagen sie uns da
sie kämen als soldat doch nie in eine solche
situation
fangen sie schon wieder an
ist doch politik
hat doch mit gewissen nichts zu tun
grundgesetz ja grundgesetz ja grundgesetz
sie berufen sich hier pausenlos aufs grundgesetz
sagen sie mal
sind sie eigentlich kommunist na ja
hier darf jeder machen was er will
im rahmen der freiheitlich-demokratischen
grundordnung versteht sich





COCAINE (Hannes Wader)


Ich kam von Frankfurt nach Berlin
Drei Koffer voll mit Kokain
Cocaine, all around my brain
Hallo Taxi, schnell zum Ku'damm, Ecke Tauentzien
Meine Frau und meine Kinder schrei'n nach Kokain
Cocaine, all around my brain.

Refrain:
Oh Mama, komm schnell her
Halt mich fest, ich kann nicht mehr
Cocaine, all around my brain.

Meine Frau heisst Evelyn
Ich weiss nicht, liebt sie mich oder mehr mein Kokain
Cocaine, all around my brain
"Liebster", sagt sie, "rate mal, was kitzelt so schön
In der Nase, schmeckt nach Scheisse,
wirkt wie Arsen!"
Cocaine, all around my brain.

Refrain

Mein Sohn ist zwölf und ewig angetörnt
Ich verbiet' es ihm, damit er endlich laufen lernt
Cocaine, all around my brain
Seit gestern weiss er endlich, wer ich bin
Wenn er mich sieht, dann ruft er:
"Pappa hattu Kokain?"
Cocaine, all around my brain.

Refrain

Meine kleine Tochter ist jetzt grad'
Auf 'nem Trip, den sie letztes Jahr
schon eingepfiffen hat
Cocaine, all around my brain
Sie sieht aus, als wär' sie dreissig, und sie macht
Auf zwanzig, dabei ist sie acht
Cocaine, all around my brain.

Refrain

Meine Tante dealt seit einem Jahr
Seitdem geht sie über Leichen, fährt 'nen Jaguar
Cocaine, all around my brain
Immer wenn sie kommt, bringt sie ein Stückchen Shit
In der Radkappe für die Kinder mit
Cocaine, all around my brain.

Refrain

Mein Onkel kam vom Alkohol zum Kokain
Jetzt will er sich das Kokain mit Schnaps entzieh'n
Cocaine, all around my brain
Seit gestern liegt er im Delirium
Ab morgen steigt er wieder auf die Droge um
Cocaine, all around my brain.

Refrain

Opa hat den Gilb, wartet auf den Tod
Freut sich auf Jimi Hendrix und den lieben Gott
Cocaine, all around my brain
Oma geht es augenblicklich auch nicht gut
Seit ihrem letzten Flash spuckt sie nur noch Blut
Cocaine, all around my brain.

Ich merke schon, dass ich jetzt aufhör'n muss
Oh Mama, Mama, Mama komm mach mir 'nen Schuss
Mit Morphium und Heroin
Opium und Rosimon oder gib mir
Lysergsäurediäthylamid
Mescalin und Nepalshit
La, la, la ...





TACH HERR CHEF (Joint Venture)


Tach Herr Chef, sagn Se ham Se mal
n paar Minuten Zeit
In ner ziemlich dringenden Angelegenheit
Ich tu in Ihrem Laden schon ne Weile meine Pflicht
Und ich will Ihnen was sagen: ich mag Sie nicht.

Als Führungskraft find ich Sie allerletzte Wahl
Fachlich und menschlich ein Totalausfall
Ihnen fehlt einfach die Übersicht
Ich will Ihnen was sagen: ich mag Sie nicht.

Jetzt kuckense nicht so blöde, und fragnse noch wieso
Ich erklärs Ihnen gleich: erstens hamse kein Niveau
Zweitens sind Sie n mieser Knausrer, drittens
stinken Sie auch
Und Ihr ewiges Genöle ist das letzte, was ich brauch.

Sie hängn so ziemlich jedem hier zum Hals heraus
Mit Ihnen hält mans selbst für Geld nicht lange aus
Und Sie würden sich wundern, was man so spricht
Ich will Ihnen was sagen: ich mag Sie nicht.

Mit so ner Fresse morgens in den Spiegel zu schaun
Das würd mir auch den ganzen Tag versaun
Sie ham auch wirklich ein selten dämliches Gesicht
Ich will Ihnen was sagen: ich mag Sie nicht.

Sie sind so eine Null, so ein unbegabtes Schwein
Muss das hart sein, so wie Sie zu sein
So ein Flachmann, so ein Jämmerling, so ein Eunuch
So ein Blindfisch wie im Bilderbuch.

In der Haut Ihrer Frau möcht ich nicht stecken
Mit Ihnen Verkehr? Nee, dann lieber verrecken
Mit so nem widerlichen ekelhaften schleimigen Wicht
Ich will Ihnen was sagen: ich mag Sie nicht.

So, und jetzt bleibst du mal schön locker,
kleiner Mann
Du weißt, dass deine Art Steuern sparen
sehr teuer werden kann
Ein Anruf beim Finanzamt, und du stehst vor Gericht
Kost mich 23 Pfennig, und ich mag dich nicht.

Gib mir deinen Daimler und nen Bruttojahreslohn
Und dann vertrau auf Gott und auf meine Diskretion
Ansonsten kann ich leider für gar nichts garantiern
Ich glaub das wird sehr häßlich,
das würd ich nicht riskiern.





EIN FISCH MIT NAMEN FASCH (Bertolt Brecht)


Es war einmal ein Fisch mit Namen Fasch
Der hatte einen weißen Asch
Er hatte keine Hände zum Arbeiten nicht
Und er hatte keine Augen zum Sehen im Gesicht
In seinem Kopf war gar nichts drin
Und er hatte auch für nichts einen Sinn
Er kannte nicht das Einmaleins
Und von allen Ländern kannte er keins
Er war nur der Fisch Fasch
Und hatte eben seinen weißen Asch.

Und wenn die Menschen ein Haus bauten
Und wenn die Menschen Holz hauten
Und wenn die Menschen einen dicken Berg durchlochten
Und wenn die Menschen Suppe kochten
Dann sah der Fisch Fasch ihnen stumpfsinnig zu
Und wenn sie ihn fragten: Und was machst du?
Dann sagte er: ich bin doch der Fisch Fasch
Und dies hier ist mein weißer Asch.

Gingen sie aber am Abend in die Häuser hinein
Dann ging der Fisch Fasch hinter ihnen drein
Und wenn sie sich setzten zum Ofen, nanu
Dann setzte sich auch der Fisch Fasch dazu
Und wenn die Suppe kam auf den Tisch
Dann saß da gleich auch mit einem großen Löffel
ein Fisch
Und rief ganz laut: Jetzt esset rasch
Dann zeige ich euch meinen weißen Asch.

Da lachten die Leute und ließen ihn mitessen
Und hätten wohl auch seine Faulheit vergessen
Wenn nicht eine Hungersnot gekommen wäre
Und zwar keine leichte, sondern eine schwere
Und jetzt mußte jeder etwas bringen
für die Hungersnot
Der eine brachte ein Stück Käse, der andere
eine Wurst, der dritte ein Brot
Nur der Fisch Fasch brachte nichts als den Löffel mit
Das sahen einige Leute; sie waren grad zu dritt.

Und da fragten sie mal den Fisch Fasch: Na, und du
Was gibst uns jetzt eigentlich du dazu?
Und da sagte der Fisch Fasch
Ja, wenn ich vielleicht meinen weißen Asch...
Aber da wurden die Leute zum erstenmal sehr bitter
zu dem Fisch Fasch
Und redeten mit ihm plötzlich ganz basch
Und warfen ihn mal rasch
Durch die Eichentür und verhauten ihm draußen
seinen weißen Asch.





MUSIKANTEN SIND IN DER STADT (Reinhard Mey)


Leute nehmt eure Wäsche weg,
schließt die Gartentür zu:
Musikanten sind in der Stadt!
Bringt die Katze ins Versteck, die Wäscheleine dazu:
Musikanten sind in der Stadt!
Und was da nicht ganz niet- und nagelfest ist
Und was keinen Riegel vorhat
Das wird sofort geklaut und bleibt ewig vermißt:
Musikanten sind in der Stadt, Erbarmen!
Musikanten sind in der Stadt!

Dreht den Bierhahn dicht, sichert dreifach das Tor:
Musikanten sind in der Stadt!
Löscht im Fenster das Licht, nagelt Bretter davor:
Musikanten sind in der Stadt!
Die singen und gröln bis der Morgen anbricht
Die würfeln und fressen sich satt
Und raufen und saufen und zahlen dann nicht:
Musikanten sind in der Stadt, Erbarmen!
Musikanten sind in der Stadt!

An den Gasthof schreibt: Ruhetag, alle Betten belegt:
Musikanten sind in der Stadt!
Noch bevor es wie ein Schicksalsschlag
durch die Herberge fegt:
Musikanten sind in der Stadt!
Sie kneifen eure Mägde mit frevelnder Hand
Verwüsten die Stuben euch glatt
Wer Lieder singt, steckt auch die Herberg' in Brand:
Musikanten sind in der Stadt, Erbarmen!
Musikanten sind in der Stadt!

Krämer, holt eure Habe rein, die Budiken schließt ab: Musikanten sind in der Stadt!
Zählt die Flaschen Bier und Wein,
laßt die Gitter herab:
Musikanten sind in der Stadt!
Die plündern den Keller, das Lager zerfällt
Die feilschen und fordern Rabatt
Und zu guter Letzt samt der Kasse das Geld:
Musikanten sind in der Stadt, Erbarmen!
Musikanten sind in der Stadt!

Bürger, bringt euch in Sicherheit,
legt die Schrotflinte an:
Musikanten sind in der Stadt!
Und macht Schwefel und Pech bereit,
dann rette sich, wer kann:
Musikanten sind in der Stadt!
Die schänden eure Frauen und Töchter alsbald
Doch nicht nur was Röcke an hat
Die machen auch vor Greis und Haustier nicht halt:
Musikanten sind in der Stadt, Erbarmen!
Musikanten sind in der Stadt!

Oh heiliger Barrabas, Schutzpatron dieser Stadt:
Musikanten sind vor dem Tor!
Zerschlagt Geige und Kontrabaß,
die Trompeten walzt platt:
Musikanten sind vor dem Tor!
Oh, schützt uns vor Sturmflut, Feuer und Wind
Vor Pest und vor Epidemien
Und vor Musikanten, die auf Reisen sind
Oder laß' mich mit ihnen zieh'n, Erbarmen!
Oder laß' mich mit ihnen zieh'n.




DER WÜRFEL (Christian Morgenstern)


Ein Würfel sprach zu sich: "Ich bin
mir selbst nicht völlig zu Gewinn!

Denn meines Wesens sechste Seite,
und sei es auch ein Auge bloß,
sieht immerdar, statt in die Weite,
der Erde ewig dunklen Schoß."

Als dies die Erde, drauf er ruhte,
vornommen, ward ihr schlimm zumute.

"Du Esel," sprach sie, "ich bin dunkel,
weil dein Gesäß mich just bedeckt!
Ich bin so licht wie ein Karfunkel,
sobald du dich hinweggefleckt."

Der Würfel, innerlichst beleidigt,
hat sich nicht weiter drauf verteidigt.





ALLES LÜGE (Rio Reiser)


Es ist wahr, daß das Jahr über dreihundert Tage
In nur zweiundfünfzig Wochen schafft
Es ist wahr, es ist wahr, daß das Ausland viel mehr
Ausländer als Deutsche hat.
Es ist wahr, daß die Sonne nicht um die Erde
Und der Mond nicht um 'nen Fußball kreist
Es ist wahr, daß der Gründer von New York nicht Kamel
Oder Camel, sondern Stuyvesant heißt.

Das ist wahr, das ist wahr
Aber sonst, aber sonst:
Alles Lüge, alles Lüge, alles Lüge, alles Lüge!

Es ist wahr, es ist wahr, die meisten Menschen
Wollen nicht in Dortmund leben, sondern essen
Es ist wahr, es ist wahr, daß die Kühe
Das Gras nicht rauchen, sondern fressen.
Es ist wahr, es ist wahr, daß Hamburg
Nicht die Hauptstadt von McDonalds ist
Es ist wahr, es ist wahr, daß der Papst zwar die
Pille nicht nimmt,
aber trotzdem keine Kinder kriegt.

Das ist wahr, das ist wahr
Aber sonst, aber sonst:
Alles Lüge, alles Lüge, alles Lüge, alles Lüge!

Selbst wenn Du mich fragst, ob ich Dich liebe
und ich sag ja
Weiß ich manchmal nicht genau, ist das nun Lüge
oder wahr?
Weil ich oft gar nicht mehr weiß, was ist das: Liebe?
Liebt der Papa sein Auto - liebt die Mama den Kaffee?
Liebt das Baby seine Windeln, wie der Weihnachtsmann
den Schnee?
Lieben Kinder Schokolade, wie die Hausfrau den Herd?
Oder ist da mehr, oder ist da mehr
Oder ist das - oder ist das - oder ist das
- oder ist das

Alles Lüge, alles Lüge, alles Lüge, alles Lüge!





DIE STÄDTE ABER WOLLEN NUR DAS IHRE (Rainer Maria Rilke)


Die Städte aber wollen nur das Ihre
und reißen alles mit in ihren Lauf.
Wie hohles Holz zerbrechen sie die Tiere
und brauchen viele Völker brennend auf.

Und ihre Menschen dienen in Kulturen
und fallen tief aus Gleichgewicht und Maß,
und nennen Fortschritt ihre Schneckenspuren
und fahren rascher, wo sie langsam fuhren,
und fühlen sich und funkeln wie die Huren
und lärmen lauter mit Metall und Glas.

Es ist, als ob ein Trug sie täglich äffte,
sie können gar nicht mehr sie selber sein;
das Geld wächst an, hat alle ihre Kräfte
und ist wie Ostwind groß, und sie sind klein
und ausgeholt und warten, daß der Wein
und alles Gift der Tier- und Menschensäfte
sie reize zu vergänglichem Geschäfte.





DESOLATION ROW (Bob Dylan)


They're selling postcards of the hanging
They're painting the passports brown
The beauty parlor is filled with sailors
The circus is in town
Here comes the blind commissioner
They've got him in a trance
One hand is tied to the tight-rope walker
The other is in his pants
And the riot squad they're restless
They need somewhere to go
As Lady and I look out tonight
From Desolation Row

Cinderella, she seems so easy
"It takes one to know one," she smiles
And puts her hands in her back pockets
Bette Davis style
And in comes Romeo, he's moaning
"You Belong to Me I Believe"
And someone says," You're in the wrong place, my friend
You better leave"
And the only sound that's left
After the ambulances go
Is Cinderella sweeping up
On Desolation Row

Now the moon is almost hidden
The stars are beginning to hide
The fortunetelling lady
Has even taken all her things inside
All except for Cain and Abel
And the hunchback of Notre Dame
Everybody is making love
Or else expecting rain
And the Good Samaritan, he's dressing
He's getting ready for the show
He's going to the carnival tonight
On Desolation Row

Now Ophelia, she's 'neath the window
For her I feel so afraid
On her twenty-second birthday
She already is an old maid
To her, death is quite romantic
She wears an iron vest
Her profession's her religion
Her sin is her lifelessness
And though her eyes are fixed upon
Noah's great rainbow
She spends her time peeking
Into Desolation Row

Einstein, disguised as Robin Hood
With his memories in a trunk
Passed this way an hour ago
With his friend, a jealous monk
He looked so immaculately frightful
As he bummed a cigarette
Then he went off sniffing drainpipes
And reciting the alphabet
Now you would not think to look at him
But he was famous long ago
For playing the electric violin
On Desolation Row

Dr. Filth, he keeps his world
Inside of a leather cup
But all his sexless patients
They're trying to blow it up
Now his nurse, some local loser
She's in charge of the cyanide hole
And she also keeps the cards that read
"Have Mercy on His Soul"
They all play on penny whistles
You can hear them blow
If you lean your head out far enough
From Desolation Row

Across the street they've nailed the curtains
They're getting ready for the feast
The Phantom of the Opera
A perfect image of a priest
They're spoonfeeding Casanova
To get him to feel more assured
Then they'll kill him with self-confidence
After poisoning him with words
And the Phantom's shouting to skinny girls
"Get Outa Here If You Don't Know
Casanova is just being punished for going
To Desolation Row"

Now at midnight all the agents
And the superhuman crew
Come out and round up everyone
That knows more than they do
Then they bring them to the factory
Where the heart-attack machine
Is strapped across their shoulders
And then the kerosene
Is brought down from the castles
By insurance men who go
Check to see that nobody is escaping
To Desolation Row

Praise be to Nero's Neptune
The Titanic sails at dawn
And everybody's shouting
"Which Side Are You On?"
And Ezra Pound and T. S. Eliot
Fighting in the captain's tower
While calypso singers laugh at them
And fishermen hold flowers
Between the windows of the sea
Where lovely mermaids flow
And nobody has to think too much
About Desolation Row

Yes, I received your letter yesterday
(About the time the door knob broke)
When you asked how I was doing
Was that some kind of joke?
All these people that you mention
Yes, I know them, they're quite lame
I had to rearrange their faces
And give them all another name
Right now I can't read too good
Don't send me no more letters no
Not unless you mail them
From Desolation Row



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